Zwischen Innenwelt und Form: Style aus dem Unterbewusstsein

Design ist mehr als Funktion oder Ästhetik – es ist ein Spiegel innerer Räume. In diesem Beitrag erzähle ich, wie abstrakte Kunst aus dem Unterbewusstsein ihren Weg in Möbel und Handtaschen findet und so zu emotionaler Reflexion wird. Wohnen und Tragen werden zur Selbstbegegnung, Kunst zur stillen Begleiterin im eigenen Lebensraum.

1/9/20262 min read

Design beginnt für mich nicht mit einer Skizze, sondern mit einem Gefühl. Mit einem inneren Bild, das oft diffus ist, manchmal roh, manchmal leise. Meine abstrakte Kunst entsteht aus dem Unterbewusstsein – aus Erinnerungen, Spannungen, Sehnsüchten. Wenn ich diese Kunst auf Möbel oder Handtaschen übertrage, geht es mir nicht nur darum, Oberflächen zu verschönern. Es geht auch darum, innere Räume sichtbar zu machen.

Wir umgeben uns täglich mit Dingen. Sie stehen in unseren Wohnungen, begleiten uns durch die Stadt, liegen auf unserer Haut. Und doch unterschätzen wir oft ihre Wirkung. Design ist niemals neutral. Es spricht – auch dann, wenn wir nicht zuhören. Farben, Formen, Materialien wirken direkt auf unser Nervensystem. Sie können beruhigen, herausfordern, erinnern oder spiegeln. Genau hier beginnt für mich die Verbindung zwischen Kunst, Design und emotionaler Reflexion.

Abstrakte Kunst lässt Raum. Sie erklärt nicht, sie deutet an. Auf einem Möbelstück oder einer Tasche wird sie Teil des Alltags – nicht als dekoratives Statement, sondern als stiller Begleiter. Ein Stuhl mit einer organischen Linienführung kann Halt geben. Eine Tasche mit fragmentierten Farbflächen kann innere Bewegung ausdrücken. Wir wählen diese Objekte nicht zufällig. Sie resonieren mit etwas in uns, das wir vielleicht noch nicht in Worte fassen können.

Wohnen wird so zur Selbstbegegnung. Unsere Räume erzählen Geschichten über uns – nicht nur darüber, wer wir sein möchten, sondern auch darüber, wer wir sind. Wenn Kunst Einzug in den Alltag hält, verliert sie ihre Distanz. Sie hängt nicht mehr nur an weißen Wänden, sondern wird berührbar, benutzbar, lebendig. Und genau darin liegt ihre Kraft: Sie fordert keine Interpretation, sondern Präsenz.

Philosophisch betrachtet ist Design ein Dialog zwischen Innen und Außen. Zwischen dem Selbst und der Welt. Wenn ich ein Möbelstück entwerfe, frage ich mich nicht nur: Wie sieht es aus? Sondern: Was fühlt man, wenn man ihm begegnet? Welche Stimmung trägt es in sich? Welche Fragen stellt es – leise, aber beharrlich?

In einer Zeit, in der alles schneller, glatter und austauschbarer wird, sehnen wir uns nach Tiefe. Nach Dingen, die Bedeutung tragen. Kunst im Alltag kann ein Anker sein. Sie erinnert uns daran, dass wir mehr sind als Funktion.

Style aus dem Unterbewusstsein ist für mich kein Trend. Es ist eine Haltung. Eine Einladung, den eigenen Raum – und sich selbst – bewusster zu betrachten. Denn manchmal beginnt Selbsterkenntnis nicht im Denken, sondern im Wohnen.

Jedes Stück meiner Kollektion trägt eine Geschichte in sich – abstrahierte Emotionen, übersetzt in Form, Material und Farbe. Möbel und Handtaschen werden hier zu stillen Begleitern innerer Prozesse.

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